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Nach meinem Abitur wollte ich vor dem Studium bewusst eine Pause einlegen und etwas ganz anderes ausprobieren. Über das Netzwerk-M, einen christlichen Träger, der Freiwillige in ihrem Jahr begleitet, bin ich auf Life-Challenge gestoßen und habe mich dazu entschieden, mein FSJ 2025/2026 dort zu machen.

Die Entscheidung, aus Süddeutschland so weit in den Norden zu ziehen, war nicht leicht für mich und brachte Fragen und Zweifel mit sich: Würde ich mich mit den anderen FSJlern verstehen? Würde mich die Arbeit überfordern? Und wie würde es sein, mit drogenabhängigen Männern zu arbeiten?

Rückblickend kann ich sagen, dass sich diese Sorgen nicht bewahrheitet haben. Zu Beginn meines FSJs waren wir sieben Freiwillige und wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Besonders schön fand ich, mit zwei anderen FSJlern in einer WG zu wohnen. Da manche bereits etwas länger da waren, konnten sie mich gut einarbeiten, und ich bekam die Zeit, die ich brauchte, um anzukommen.

Die Arbeit selbst hat mir wirklich Spaß gemacht. Neben Verwaltungsaufgaben haben wir die Rehabilitanden häufig zu Arztterminen gefahren und waren Ansprechpartner für alle möglichen Fragen des Alltags. Besondere Highlights waren größere Ausflüge, die wir begleiten durften, etwa in den Hansa-Park, zu den Karl-May-Festspielen oder ins Open-Air-Kino. In den Nachmittagsschichten boten wir den Rehabilitanden oft Strandfahrten an oder verbrachten einfach Zeit mit ihnen. Genau diese Momente haben mir gezeigt, wie wertvoll die Arbeit dort ist. Jeden Morgen wurde ich freundlich begrüßt und habe kurz mit jemandem geschnackt. Auch das Team ist so familiär, dass man als FSJler schnell das Gefühl hat, wirklich dazuzugehören.

Auch die Freizeit auf der Insel war eine Bereicherung. Mit den anderen FSJlern bin ich an den Strand gefahren, wir haben uns Quark bei der legendären Quarkeria geholt und wirklich sehenswerte Cafés auf der Insel erkundet. Dazu kamen Seminare im Rahmen des FSJs, bei denen man andere FSJler aus ganz unterschiedlichen Bereichen kennenlernen konnte und verschiedenste Dinge lernte, zum Beispiel Segeln.

Rückblickend bin ich sehr dankbar für all die Menschen, die ich kennenlernen durfte, für die wertvollen Erfahrungen, die ich sammeln konnte, und für alles, was ich in dieser Zeit gelernt habe. Es war ein wirklich schönes und prägendes Jahr, aus dem ich sehr viel mitnehme. Ich würde daher jedem von Herzen ein FSJ bei Life-Challenge empfehlen!